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Die Linke – Nicht ganz utopisch

28. August 2009

Das Diorama der Linken unterscheidet sich von den anderen Parteien bereits im Entwurf in einem wesentlichen Punkt: Statt auf ein utopisches Idealdeutschland zu setzen, ist ihre Modellwelt ein Ort für politische Themen und Auseinandersetzungen in der Gegenwart.


Ganz in diesem Zeichen wird das Diorama auf den ersten Blick von einem Demonstrationszug dominiert. Die Teilnehmer bewegt unterschiedliche Motivationen. Man sieht Friedensaktivisten, Gewerkschaftsfahnen, Bürgerrechtsbewegungen und natürlich Vertreter der Partei . Auf den Transparenten der Demonstranten stehen Forderungen wie „Für Gerechtigkeit!“. Auf den Fotos ist das Engagement der Demonstranten noch überschaubar, bei Abschluss der Modellarbeiten werden über 800 Figuren durch die Straßen ziehen.
Nach seiner Fertigstellung wird der betont friedliche Protestzug unter anderem an einem Glaspalast vorführen. Von diesem aus sollen Vertreter der gesellschaftlichen Oberschicht argwöhnisch auf die Menschenmenge herabsehen, gut gesichert von einem starken Polizeiaufgebot.
Eine nähere Beschäftigung mit dem Diorama offenbart allerdings weitere Details, die durchaus als utopische Vision der Partei Die Linke aufgefasst werden können: Sozial durchmischte Wohngebiete mit Blumengeschäft, Imbissbuden und Cafés, ein besetztes – aber von den Anwohnern geduldetes – Haus und friedliche Interaktion zeigen eine von Solidarität und Kommunikation bestimmte nahe Zukunft.
Das Thema Kultur wird bei den Linken durch die rote „Fabrik“ im Zentrum des Dioramas aufgegriffen: Diese wird eine Begegnungsstätte sein, in der von Lesungen über EDV Kurse für ältere Mitbürger bis hin zu Ska-Konzerten ein breites Programm geboten wird. Auch für diese Diorama sind noch weitere, teilweise gezielt provokante Themen und Szenen geplant.

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